Silberrücken, “Bolizistmänner” und jede Menge Ruhe

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Es war der gefühlte 438ste Zoobesuch. Heutzutage sagen sich die Hasen und Igel nicht mehr Guten Nacht, nein ich kenne sie mit Vornamen und sie mich auch, wir grüßen uns halt. Henri ist das egal. Rein ins Vergnügen, ein “boah” hier, ein “ahhhh” da und ein “uiuiui” legen wir auch noch oben drauf. So ist das beim gefühlten 438sten Zoobesuch. Das Interessante: Es wird von Mal zu Mal schöner. Es grüßt Heinrich der Pinguin, die Fledermäuse die irgendwie alle Lotte heißen und wenn die Affen mit dem Pupsen dann auch mal fertig sind, schrubbt der Silberrücken seinesgleichen gen Panzerglas an Henris Nase hoch und runter.

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Zurück zum wunderschönen Herbsttag. In Mama’s designter und genähter “Pumphose mit Tasche riesengroß” schaukeln jede Menge “Bolizistmänner“, “Müllmänner” und Breznreste durch die Gegend – Henri gewährleistet das jederzeit Zugriff, Monsieur hat alles unter Kontrolle, nichts geht verloren. Seit dem Frida zirka ein Jahr alt geworden ist besteht Henri mehr und mehr auf seine Ruhe. Erstaunlich, denn dann heisst es: “Papa, Frida macht immer Wauwau. Ich sitzen da und spielen mit Bolizistmänner fertig. Ich mag laut nicht, nur leise mag ich.

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Also lassen wir Monsieur seinen Freiraum im Zoo. Paradox. Henri verzieht sich auf das kalte Gitter der Parkbank und während der Herbstwind unendliche Massen Blätter ins Verderben entlässt, verharrt sein Blick einfach nur ins Leere. Beneidenswert. Noch ein bisschen spielen und schon sind die Playmobil Figuren verstaut. Ratzfatz. Noch einmal tief Luft holen und los gehts.

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Auf dem Weg nach Hause schieben wir das Doppelpack im Doppelwagen noch an den Dickhäutern vorbei und Henri raunzt Frida noch ein letztes Mal entgegen: “Leise bitte.” Jetzt schlafen beide, es fängt an zu regnen.

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